Desktop-Virtualisierung löst sich gerade aus dem Schatten der Server-Virtualisierung. Diese Technologie bietet den Unternehmen eine Effizienzsteigerung und erhebliche Einsparungen beim Betrieb ihrer Systeme. Wenn eine Firma ihre Server-Konsolidierung abgeschlossen hat, erschließt sich eine ganze Reihe von weiteren Schritten.
Es ist nun nahe liegend, sich Gedanken über die Client-Konsolidierung zu machen und die Desktop-Virtualisierung anzugehen. Das Ziel ist das gleiche: die Betriebskosten für Hard- und Software zu reduzieren sowie den Aufwand für Administration usw. zu minimieren.
Bisherige Desktopumgebungen weisen technische Innovationszyklen von drei bis vier Jahren auf. Abschreibungstechnisch ist mit fünf Jahren zu rechnen, auch wenn der technische Fortschritt hier meistens die Buchhaltung überholt. Die Gründe für diese Zyklen sind in Regel steigende Anforderungen an die Performance, speziell durch Betriebssystem- und/oder Applikationsupgrades im Desktopbereich.
Die Desktop-Virtualisierung trägt auch stark dazu bei, Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen die Mitarbeiter, Kunden und Partner stets Zugriff auf die benötigten Anwendungen und Daten erhalten - hier spielt es kaum eine Rolle, was für ein Netzzugriff oder was für ein Endgerät ihnen zur Verfügung steht, sei es PC, Mac, Laptop, Thin Client, Zero Client oder ein anderer VDI-Client.
Warum haben bis jetzt nur wenige Unternehmen solche Projekte angesichts all dieser Vorteile in Angriff genommen? Der wichtigste Grund ist wahrscheinlich die erhöhte Komplexität einer unternehmensweiten Desktop-Virtualisierung. Schließlich unterhalten Firmen üblicherweise deutlich mehr und heterogene Client-Systeme als Server-Systeme.
Die Komplexität entsteht aber nicht nur aus der großen Zahl an betroffenen System, sondern auch dadurch, dass drei Ebenen beteiligt sind: der Zugang, die Anwendungen und die Prozesse. Sie lassen sich entweder zusammen oder unabhängig voneinander nutzen, um ein gewisses Maß an Desktop-Virtualisierung zu erreichen. Um eine umfassende Client-Konsolidierung durchzuführen, sind aber sicherlich alle drei notwendig - was die Integration von Lösungen unterschiedlicher Hersteller verlangt.
Auf der Ebene der Access-Virtualisierung bieten wir mit dem Pano Logic Zero Client Device einen VDI-Client an, der als erstes Gerät eine vollständige Alternative zu den bereits etablierten Lösungen darstellt und die bereits in vielen Firmen eingesetzen Thin Clients für die Desktop-Virtualisierung ablösen kann.
Für die dritte Ebene, nämlich die Prozess-Virtualisierung, bietet unsere Lösung auf die bereits aus der Server-Virtualisierung erfolgreiche eingesetzte Software von VMware. Wir setzen hier auf die Technologie virtueller Maschinen. Der Weg über die Virtualisierung des Betriebssystems, eine Alternative der Desktops zu realisieren, wird von vielen Anbietern beschritten.
Pano Logic erlaubt es, mit einem kleinen und günstigen Zugangsgerät einen gängigen Desktop-PC als virtuellen PC zu nutzen. Das senkt die Kosten für Hardware, Software-Administration und Stromverbrauch. Da heutige Serverprozessoren viel leistungsfähiger sind, als es die meisten Anwendungen verlangen, bietet es sich an, diese Rechenkraft zu teilen. Der Verfall der Speicherpreise und die immer größeren Festplatten führen dazu, dass sich das Konzept der Virtualisierung im Server-Umfeld immer stärker durchsetzen konnte.
Das so genannte 'Server Based Computing' wurde mit Microsofts Remote Terminal Support und mit Hilfe einer komplexen Back-End-Programmierung umgesetzt, um Standard-PC-Systeme durch einfache Terminals zu ersetzen. Herkömmliche Thin-Client-Lösungen versuchen dieses Thema zu lösen, indem sie ein abgespecktes Betriebssystem in die Firmware der Rechner integrieren und mittels RDP (Remote Desktop Protocol) auf Terminal-Server-Umgebungen oder virtualisierte Desktops (VMware VDI) zugreifen. Trotzdem verfügen diese Geräte weiterhin über leistungsfähige CPUs, eine entsprechende Speicherausstattung und können somit die aktuellen Probleme nicht wirklich lösen.
Pano Logic hat für dieses Problem eine andere Lösung gefunden. Statt ein einzelnes Betriebssystem bereit zu stellen, um mehrere Workloads zu unterstützen, werden mittels eines einzelnen virtualisierten Servers die Ressourcen auf mehrere Anwender aufgeteilt, indem sie Software nutzen, die virtuelle Maschinen bereitstellt. Eine andere VDI-Client-Software verbindet dann den Anwender jeweils mit dem System, dass die von ihm zu erledigenden Aufgaben ausführen kann. Pano Logic bietet beispielsweise Szenarien, in denen ein einziger Server die Arbeitslast von zwanzig, dreißig oder sogar vierzig Nutzern bewältigt. Diese Überlegungen, Konzepte und Szenarien sind nicht mehr nur eine Randerscheinung; immer mehr Unternehmen ziehen sie ernsthaft in Erwägung.
Die bisher eher etwas vernachlässigte Desktop-Virtualisierungslösung 'Virtual Desktop Infrastructure' bzw. View 3 von VMware und der Pano Logic Zero Client bieten etliche Verbesserungen gegenüber Thin Clients mit Linux- oder Windows-Betreibsystem. Das Pano Logic Device ist kein Thin Client, es ist das erste wirkliche Zero Device. Es besitzt kein Betriebssystem und der VDI-Client ist vollständig im virtuellen PC integriert.
Das Drucken von virtuellen Desktops aus auf lokalen Geräten und die daraus resultierenden Kompatibilitätsprobleme wurden damit eliminiert, Bandbreiteneinschränkungen wurden aufgehoben und Konfigurationsvorgänge überflüssig. Dazu erkennt der Pano Logic Zero Client automatisch alle lokalen USB-Geräte und stellt eine Verbindung zu ihnen her. Das komprimierte Übertragungsprotokoll bietet eine qualitativ hochwertige Ausgabe der Grafik im Vergleich zum Remote-Desktop-Protokoll von Microsoft. Die Multimedia-Unterstützung für die virtuellen Desktops wurde ebenfalls verbessert. Das Console-Direct-Protokoll von Pano Logic sorgt für die saubere Übertragung von Multimedia-Inhalten. Das setzt eine gewisse Leistungsfähigkeit des Servers voraus, so dass Internet-Videos (z.B. YouTube) dargestellt werden können, ohne eine gewisse Leistungsfähigkeit des Endgerätes vorauszusetzen. Bei der Virtualisierung nutzt Pano Logic maßgeblich auch die Partnerschaft mit VMware. Pano Logic bietet ein besonderes kleines Format seiner Clients und ermöglicht so den geringen Stromverbrauch von nur 5 Watt.